Digitale Sektorenkopplung für das Energiesystem von morgen

DataFleX verbindet sektorübergreifend die Datenökosysteme der Automobil- und Energiewirtschaft und macht dezentrale kleinteilige Flexibilitäten mit Hilfe eines marktwirtschaftlichen Anreizmodells für das Energiesystem nutzbar.

Das Energiesystem der Zukunft braucht Vernetzung

Ein stabiles, bezahlbares und klimafreundliches Energiesystem für die Welt von heute und morgen ist nur durch die digitale Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie möglich. Der sektorenübergreifende Austausch von Daten kann dabei helfen, Netzengpässe intelligenter zu managen und den Netzausbau effizienter zu gestalten – indem Millionen dezentraler Anlagen nicht mehr isoliert betrachtet, sondern gebündelt ins Energiesystem eingebunden werden. Hier setzt DataFleX an: Es schließt eine zentrale Lücke, indem es die digitale Sektorenkopplung praktisch umsetzt und die Energiewirtschaft mit weiteren Branchen vernetzt.

DataFleX macht Flexibilitäten nutzbar

Das Energiesystem verändert sich: Aktuell drängen Millionen Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Heimspeicherbatterien in das Energiesystem. Diese dezentralen kleinteiligen Flexibilitäten können Energie nicht nur speichern, sondern auch aktiv in die Netze einspeisen. DataFleX demonstriert die Massenmarkttauglichkeit, um dieses enorme Potenzial gezielt für Netzstabilität, Bezahlbarkeit und Klimaschutz nutzbar zu machen – effizient, marktbasiert und sektorenübergreifend.

  • Vernetzung von Sektoren

    DataFleX koppelt die bisher getrennten Datenökosysteme von Energie- und Automobilwirtschaft – energy data-X und Catena-X. Diese digitale Brücke zwischen den Sektoren ermöglicht es, dezentrale kleinteilige Flexibilitäten, etwa aus Elektrofahrzeugen, für das Energiesystem nutzbar zu machen, und schafft die technische Basis für die Kopplung weiterer Datenökosysteme.

  • Großflächiger Praxistest

    DataFleX beweist seinen Ansatz in der Praxis. In einer großskaligen Demonstration in den Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany und TransnetBW als Modellregionen wird gezeigt, wie Netzbetreiber Flexibilitäten von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Heimspeicherbatterien real abrufen können – im Umfang von mehr als 5.000 Assets und über 1 Megawatt Abrufleistung. Dieses Gesamtvolumen ist deutschlandweit einmalig.

  • Anreizmodell für Marktakteure

    Damit diese dezentralen kleinteiligen Flexibilitäten tatsächlich zur Verfügung stehen, braucht es passende wirtschaftliche Anreize. DataFleX entwickelt dafür ein Marktdesign, das Besitzer von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen oder Heimspeichern motiviert, ihre Flexibilität aktiv in das Energiesystem einzubringen. Dies wird begleitet von einem Monitoring, das Fehlanreize erkennt und den volkswirtschaftlichen Mehrwert sichert.

Grundlage für regulatorische Weiterentwicklung

Das Ziel von DataFleX ist der Nachweis, dass der sektorenübergreifende Datenaustausch über Datenökosysteme in der Praxis funktioniert und dass dezentrale kleinteilige Flexibilitäten gezielt für die Netzstabilität eingesetzt werden können – auf Basis eines tragfähigen, marktwirtschaftlichen Modells. Damit liefert DataFleX eine belastbare Entscheidungsgrundlage zur Weiterentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen und unterstützt deren praktische Umsetzung.

DataFleX ist Teil der Manufacturing-X-Initiative und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit Mitteln der Europäischen Union gefördert.

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